15.000 Menschen waren bei der Lichterkette durch die Region dabei. Das ergab eine Umfrage der Veranstalter bei den einzelnen Ständen, die an der 52 km langen Strecke postiert waren. Die Polizei schätzt die Anzahl der Teilnehmer auf 10.000. Das ist immerhin alle 5 Meter einer auf 52 km Länge. Hier ein paar Bilder aus Mascherode (Ortsausgang Richtung Salzdahlum).

An den Ständen waren Fackeln erhältlich, aber ein Feuerzeug reichte nicht zum Anzünden. So gab es am Stand des Waldkindergartens Till Eulenspiegel brennende Baumstümpfe, an denen man sich die Fackeln anzünden konnte. Der Wind ließ die Funken fliegen.

Hier am Ortsausgang von Mascherode konnte man die Lichter die gesamte Landstraße entlang leuchten sehen. Auf den Fotos sieht man leider nur ganz kleine Punkte.

Die Fackeln hielten dem starken Wind wacker stand. Wenn sie doch mal ausgingen, half man sich gegenseitig weiter.

Aber eine LED Leuchte tuts auch. Man kann damit auch den Seitenstreifen nicht anzünden und bekommt kein heißes Wachs auf die Finger.
Mein Fazit:
Es ist schön, schon auf der Fahrt schon so viele Menschen mit Lichtern zu sehen. Die Aktion hatte eine tolle Atmosphäre. Andererseits machte der kalte Wind die Sache doch etwas ungemütlich. Respekt nicht nur für die Demonstranten auf dem freien Feld, sondern auch für die, die schon ab 17:30 den Reden auf dem Kohlmarkt zuhörten und danach noch bis 19:30 die Lichter hochhielten.
Dass sich hier im Februar 15.000 Menschen in die Kälte stellen ist einerseits dem herausragenden Organisationstalent der AG Schacht Konrad zu verdanken. Andererseits ist es aber auch eine eindrucksvolles Fanal an alle die, die glauben ihren Atommüll einfach in unserer Region abladen zu können.
Wir liegen hier mitten zwischen Konrad, Asse, Morsleben und Gorleben und wenn man mal Revue passieren lässt, was bisher vorgefallen ist, dann kann man nur sagen: So nicht! Lagert das Zeug erstmal überirdisch – die Vorsitzenden von RWE, EON, Vattenfall und EnBW haben in ihrem Gärten vielleicht noch etwas Platz.
Vielleicht sollte man im Sommer nochmal eine ähnliche Aktion machen – mit ein bisschen Rahmenprogramm drum herum. Dann reicht die Kette vielleicht sogar bis Gorleben.